Heute wollen wir unseren Lesern das Standardwerk “Verhaltensbiologie für Hundehalter: Das Praxisbuch” von den Autoren Dr. Udo Gansloßer und Petra Krivy vorstellen.
Eines gleich vorweg: Dieses Buch gehört in das Bücherregal aller Tierbesitzer und -Experten, die sich ernsthaft mit dem “Wesen Hund” auseinandersetzen wollen.
Dr. Udo Gansloßer und Petra Krivy betrachten mit ihrem Ratgeber die unterschiedlichsten “hundlichen” Verhaltensweisen vor dem jeweiligen biologischen Hintergrund: Warum verhält sich mein Hund so wie er es tut, was dabei bewirken biologische Steuerungen, wo liegen Grenzen der Erziehbarkeit und was bedeutet das für den zukünftigen Umgang mit dem Vierbeiner?
Geballte Kompetenz
“Verhaltensbiologie für Hundehalter” wurde von uns in einem Stück durchgelesen, ja fast “verschlungen”, so spannend und vielschichtig präsentiert sich das Werk der beiden Autoren. Udo Gansloßer betreut unter anderem zahlreiche Forschungsprojekte über Haushunde und Wildhundartige. Petra Krivy ist Züchterin, Buchautorin, Referentin sowie Leiterin einer Hundeschule. Diese geballte Kompetenz merkt man den über 230 Seiten des neu aktualisierten Buchs aus dem Kosmos Verlag auch an.
Dabei ist das Werk stets verständlich und leicht zu lesen, und damit auch für Nicht-Experten empfehlenswert. Mit seinen zahlreichen, äußerst detailliert beschriebenen Fallbeispielen und -Studien empfiehlt es sich für alle Hundehalter und alle Rassen.
“Warum hat mein Hund nun so reagiert? Was für Ursachen hat das plötzliche Vergessen bislang reibungslos klappender Erziehungsversuche? Was liegt an der Entwicklung oder Pubertät, und was nicht? Und vor allem: Was sind praxisnahe Ansatzpunkte und Lösungsansätze, um auf derlei Verhalten am besten zu reagieren? Egal ob man einen sogenannten “Problemhund” oder ein unkompliziertes Wesen sein eigen nennt, der vielschichtige Ratgeber hilft in allen Fällen weiter.
Unser Lesetipp des Monats
Aber auch Kapitel wie etwa die ausführliche Besprechung von Argumenten pro und kontra Kastration beim Hund sprechen für sich. So mancher erfahrene Hundebesitzer dürfte nach der Lektüre des Buchs die eine oder andere festgefahrene Meinung überdenken.
“Verhaltensbiologie für Hundehalter: Das Praxisbuch” ist ganz klar unser Buchtipp des Monats. Wir vergeben daher auf jeden Fall fünf von fünf möglichen Sternen.





Kastration an kerngesunden Tier verpfuscht ?
Haben vor 9 Tagen unsere kerngesunde 3 Jährige Labrador Hündin bei einem Tierarzt in Berlin kastrieren lassen, zwei Tage nach der O. P. Probleme, Hündin hat sehr stark nachgeblutet. Der Tierarzt war über Handy abermals leider nicht zu erreichen. Wir waren dann im eigenen Ermessen Mittwoch noch mal abends in der Praxis weil die Hündin vor dem Gassi gehen in einer Blutlache saß. Unsere Hündin wurde dann am selben Abend erneut nakosiert ( Der Tierarzt sagte er müsste noch mal aufschneiden) und operieren. Der Hund musste die Nacht über beim Tierarzt am Tropf bleiben, hatte sehr viel Blut verloren. Der Arzt meinte die Chancen stehen schlecht! Der Tierarzt hatte ja vorher gesagt, es wäre normal der Blutverlust! Kira überwand die Situation und überlebte. Die ganzen nächsten 8 Tage lang eiterte die Narbe von Kira stark, der Tierarzt meinte es wäre akzeptabel man solle Ihr ein Shirt überziehen, weil es aus der Wunde tropfte. Es würde reichen wenn man Freitag zum Fäden ziehen vorbeikommt. Zum Glück waren wir Mo. und mi. auch noch mal aus eigenem Ermessen mit dem Hund in der der Praxis, da bekam Sie jedesmal Antibiotika Gespritzt. Die Narbe eiterte weiter sehr stark. Dann war ich am Freitag den 10. Januar um 11 30 noch mal im eigenen ermessen (Tierarzt sagte: Wäre eigentlich nicht nötig) in der Praxis. Ein Teil der Fäden wurde dann doch schon gezogen, obwohl an der Stelle wo es stark geeitert hatte nochmal zweimal geklammert wurde. Es wurde nochmal Antibiotika gespritzt. Dann beim rausgehen aus der Praxis, schrie meine Hündin sehr sehr laut, dann sah ich wie die ganze Narbe aufgegangen war und die Gedärme raushingen (wirklich kein schöner Anblick). Ich schrie natürlich um Hilfe, dann kam die Arzthelferin und wir brachten unsere vor Schmerz schreiende Hündin auf den O.P. Tisch, sie bekam zum Glück sofort eine Betäubung. Der Tierarzt hielt es auch nicht für nötig rauszukommen, als ich um Hilfe schrie. Nicht auszudenken wenn das bei uns zu Hause passiert wäre. Da sagte der Tierarzt doch wirklich Kira sei ja ein Montagshund( Zitiert) Er sagte zu mir er probiere die nochmal die Gedärme zu retten, ich wartete im Auto vor der Tür mit einem Schock. 20 Minuten später rief er mich an das es kein Sinn mehr hat und sie wurde ganz eingeschläfert. Ohne das er mich vorher um mein Einverständnis gebeten hatte!
Am Abend war ich nochmal in der Praxis um dem Arzt zu sagen das man Kira doch abholen solle, ich hätte sie bei den Temperaturen leider nirgends vergraben können. Meine Freundin wollte verständlicher Weise nicht mehr in die Praxis! Der Tierarzt sagte dann es würde Ihm leid tun, ich sprach Ihn wegen einer Entschädigung an, da meinte er ihn treffe ja keine Schuld. Für den Tierarzt war das erledigt, er tat alles so ab als wenn so etwas alltäglich wäre. Wir fanden das Verhalten sehr Herzlos. Er zeigte auch keine Reihe oder Mitgefühl! Wir sind der Meinung das der Tierarzt nicht richtig handelte hat und bei Wiederauftreten Komplikationen sich trotzdem nicht ausreichen gekümmert! Er hätte das Tier nach der zweiten Operation, was ja schon sehr ungewöhnlich ist mit röntgen oder Ultraschall untersuchen können. Dann hätte er gewusst dass die innere Bauchdecke gar nicht geheilt war, selbst nach einer Zeit von 9 Tagen. So ein Unglück darf nicht passieren!
Wir wollen alle Hundebesitzer vorwarnen, dass so etwas nie wieder passieren muss!
In Gedenken an unsere viel zu früh und zu jung gestorbene Labradorhündin Kira.